Pädagogisches Konzept 1-3

Ziel der pädagogischen Arbeit = ganzheitliche Kompetenzförderung von Anfang an!

Uns ist bewusst, dass das Alter zwischen ein und drei Jahren für das Erlernen von Fähigkeiten und Kompetenzen von besonderer Bedeutung ist und die weitere Entwicklung beeinflusst.
Folgende Kompetenzen sollen die Kinder bei uns erwerben:

I. Selbstkompetenz:  Ich darf ich seinDSCN4841

Das bedeutet für uns, die Individualität, die Persönlichkeit eines jeden Kindes zu achten und zu fördern und in der Ganzheit zu begleiten.
Das Selbstvertrauen stärken: Das Kind soll eine „Ich-kann-es-Haltung“ erwerben, um Vertrauen in seine eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu entwickeln. Wir möchten das Kind ermutigen, seinen eigenen Weg zu gehen und ihm als Wegbegleiter und Beobachter zur Verfügung stehen. Zur Stärkung der Selbstkompetenz ist es uns wichtig, dem Kind viele Sinneserfahrungen zu ermöglichen – das Kind entdeckt die Welt über all seine Sinne. Hierfür braucht es Erfahrungs- und Bewegungsräume im Innen- und im Außenbereich.

2. Sozialkompetenz: Gemeinsam werde ich stark

Die Gruppe ist ein wichtiges Lern- und Erfahrungsfeld:

Die Grundbedürfnisse – Liebe, Geborgenheit, Toleranz, Wertschätzung, Sicherheit u.v.m. – werden gelebt und erlebt. Wir verstehen die Kindertagesstätte als Raum, in dem sich jedes Kind, unabhängig von seinem Alter, seiner Nationalität, seinen speziellen Bedürfnissen und seiner gesellschaftlichen Stellung entfalten kann.

Jedes Kind soll bei uns die Möglichkeit haben, vertrauensvolle Beziehungen zu den PädagogInnen – ihren neuen Bezugspersonen – aufzubauen. Durch das Kennenlernen anderer Kinder wird die Beziehungsvielfalt aufgezeigt und erlebt.

IMG_0621„KINDER brauchen KINDER“ – im Umgang mit der Gruppe wird die Fähigkeit entwickelt, eigene Interessen und die der anderen kennen zu lernen, mit Konflikten umzugehen und zu lernen, gewaltfreie Lösungsstrategien zu entwickeln. Kinder haben hier die Möglichkeit, ein natürliches Miteinander in einer kindgerechten Umgebung zu erleben und sich selbst in verschiedenen Rollen zu erfahren.
Kinder in altersgemischte Gruppen sind sich gegenseitig Ideengeber, Motivations- verstärker,  Vorbild und Tröster (wie früher in Großfamilien). Die erlebte Wertschätzung in der Gruppe ermöglicht es den Kindern ebenso Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen zu zeigen.

Zum Umgang mit Regeln und Grenzen

Um den Kindern zeitliche Anhaltspunkte zu geben, wird der Alltag durch Fixpunkte (gemeinsames Essen, gemeinsame Ruhepausen etc.) strukturiert. Rituale sind für die Kinder außerordentlich wichtig. Sie geben den Kindern Sicherheit, Halt, Geborgenheit, Orientierung und der Gruppenzusammenhalt wird dadurch gefördert. Wir unterscheiden zwischen den Ritualen des Alltages, die den Kindern zeitliche Anhaltspunkte bieten (gemeinsame Jause, gemeinsames Zähne putzen, gemeinsame Ruhephasen, etc.) und den Ritualen im Jahreskreis (Laternenfest, Nikolo- und Weihnachtsfeier, Fasching, Osterfest und Geburtstagsfeiern). So wie Rituale wichtig sind, sind auch Grenzen wichtig.
Regeln und Grenzen schaffen einen Rahmen, in dem sich die Kinder frei entfalten können und sind ein Zeichen von Liebe und Geborgenheit.  Deshalb legen wir Wert darauf, dass die Kinder unsere Regeln und Grenzen kennen lernen:

  • Wir gehen respektvoll miteinander um!
  • Wir tun einander nicht weh!
  • Wir stören andere nicht beim Spiel
  • Wir nehmen einander nichts weg
  • Wir machen nichts absichtlich kaputt
  • Wir räumen die Spielsachen und Materialien wieder zurück

Hier sind wir ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen, da Kinder die Grundregeln wesentlich besser einhalten können, wenn diese auch im Elternhaus gelebt werden.

3. Sachkompetenz:  Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.IMG_0694

Wir möchten das Kind in seiner Ganzheitlichkeit fördern und bieten ihm verschiedenste Möglichkeiten aus den Bereichen Sprache, Bewegung, Rhythmik, Musik, bildnerisches Gestalten, Basteln, Naturerfahrungen etc. an. Jedoch legen wir großen Wert darauf, dem Kind den Freiraum zu lassen, um seine innere und äußere Welt individuell wahrzunehmen und zu entdecken. Wir möchten als Wegbegleiter und Beobachter das Kind ermutigen, seinen eigenen Weg zu gehen.
In einer vorbereiteten Umgebung – entsprechend dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes – haben die Kinder die Wahl, ob sie mitmachen wollen oder nicht. Ebenso ist es wichtig, dass das konkrete Tun und nicht das Ergebnis im Mittelpunkt stehen. Wir unterteilen „das Spielen“ in das freie Spiel und die geführte Aktivität: Das freie Spiel hat einen großen Stellenwert. In einer vorbereiteten und entspannten Umgebung stehen dem Kind altersgemäß verschiedenste Materialien zu Verfügung. Auch aktuelle Themen (z.B. der Jahreskreis) werden miteinbezogen. So hat das Kind die Möglichkeit, entsprechend seines Entwicklungsschwerpunktes und seiner Interessen, spielerisch zu lernen (Spielen ist Lernen). Die PädagogInnen nehmen dabei die aktive Beobachterrolle ein. Bei den geführten Aktivitäten werden die Kinder durch gezielte Angebote im kreativen, musikalischen, sprachlichen und motorischen Bereich gefördert.

Sprachentwicklung

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Die Sprachentwicklung des Kindes zu begleiten, bedeutet für uns:

  • das eigene Tun sprachlich zu begleiten
  • jeder Ausdrucksmöglichkeit des Kindes Sinnhaftigkeit zu geben
  • die Freude an der Sprache durch gemeinsames Experimentieren mit Sprache zu fördern
  • mit Reimen, Versen, Lieder, erzählten und vorgelesenen Geschichten zu arbeiten
  • auf Fragen des Kindes einzugehen
  • den Gefühlen sprachlichen Ausdruck zu geben
  • sprachliches Vorbild zu sein.

Bewegung und Motorik

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Die motorische Entwicklung ist für die geistige Entwicklung ein wichtiger Bestandteil. Wir legen Wert darauf, dass sich die Kinder viel bewegen. Zum einen werden Bewegungsspiele und Bewegungsfreiräume angeboten (drinnen wie draußen). Zum anderen bieten wir spezielle Projekte, welche die Motorik besonders fördern (z.B.: Waldtage, spielzeugfreier Gruppenraum, naturnaher Garten). Man kann keine klare Grenze zwischen der Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz ziehen, da diese Hand in Hand gehen und aufeinander aufbauen.

 

 

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